top of page
Projekte
HIER SIND WIR TÄTIG

Unser Team von Natur und Landschaft informiert hier über aktuelle und vergangene Projekte.

Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Dienstleistungen.

Baumpflanzung Sissacherflue
Baumpflanzung Sissacherflue

Mittlerweile sind die Auswirkungen der Klimaveränderung bis in die letzten Winkel der Welt vorgedrungen – Auch bei uns! Um unsere natürliche Umgebung (ökologische Infrastruktur) auf diese Veränderung vorzubereiten, hat das Team von Natur & Landschaft in Sissach eine Auswahl an «Klimabäumen» gepflanzt. Die Auswahl der Baumarten zwingt einem in die Zukunft zu blicken und dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Zu den Gewinnern gehören Baumarten, welche Hitze und Trockenheit gut vertragen und so dem künftigen Klima trotzen können.

Bei der Pflanzung in Sissach haben wir verschiedene Sorbus-Arten gepflanzt, welche wärmeliebend sind und an den Boden wenig Ansprüche haben. Damit die in einer Weide gepflanzten Bäume vor den Kühen geschützt sind, wurden sie mit einem Einzelschutz aufwändig umringt. So können sie ungestört anwachsen und zu grossen Bäumen werden. Eine gesamtheitliche Arbeit mit viel Weitsicht!

Brennholz

«Holz macht mehrmals warm» - Bis aus einem fünf Meter langen Baumstamm ein fertiges Burdali entsteht, braucht es einige (schweisstreibende) Arbeitsschritte. So produzieren wir während den Wintermonaten jährlich bis zu 60 Ster Brennholz. Dieses stammt aus Wäldern in der Nähe und wird nach zwei Jahren Lagerzeit in der Region ausgeliefert. Viele unserer Kundinnen und Kunden heizen Ihre Wohnung ausschliesslich mit diesem nachwachsenden Brennstoff. 

Brennholz
Farnsburger Weide
Farnsburger Weide

Die Weide unterhalb der Ruine Farnsburg wird extensiv bewirtschaftet. Hier werden nur wenige Tiere gehalten, weshalb die Fläche nur geringe Mengen Dünger erhält und frei von Pestiziden ist. Solche Flächen zeichnen sich oft durch eine hohe Artenvielfalt aus. Damit sie für möglichst viele Lebewesen attraktiv sind, sind abwechslungsreiche Strukturen erforderlich, wie Hecken, große Bäume, offene Weideflächen mit Blumen und Gräsern sowie offene Bodenstellen.
Da jedoch häufig Sträucher überhandnehmen, sind gezielte Pflegeeingriffe notwendig. In diesem Zusammenhang haben wir aufkommende Dornensträucher gemäht, einzelne Bäume beschnitten und das Schnittmaterial ordentlich zusammengetragen, um das Vieh vor Dornen zu schützen. Zudem haben wir eine seltene Rose mit Eichenpfählen markiert, um sicherzustellen, dass dieser Bereich bei zukünftigen Pflegeeingriffen sorgfältig behandelt wird.

Hangried Bogental
Hangried Bogental

Hinsichtlich ökologischer Infrastruktur dominieren im Baselbiet aufgrund des durchlässigen Untergrunds vor allem trockenwarme Lebensräume. Natürliche Feuchtgebiete sind eher eine Seltenheit. Umso mehr soll diesem Lebensraumtyp eine besondere Beachtung zukommen. Denn auch sie beherbergen eine Vielzahl an spezialisierten Pflanzen- und Tierarten. 
Zu diesem Zweck hat das Team von Öko-Job im Auftrag des Kantons eine Initialpflege für ein kleines Hangried in Bogental gemacht. Das heisst konkret, dass einwachsende Bäume und Sträucher aus der Riedwiese mit der Wurzel «ausgestockt» wurden und die Wiese und ältere abgestorbene Vegetation gemäht und abgeführt wurden. Ein Teil des anfallendes Grüngut wurde dafür verwendet um Kleinstrukturen anzulegen. Heuhaufen bieten zum Beispiel Ringelnattern ideale Bedingungen für die Eiablage. Durch den naheliegenden Teich ist ihre Ernährung sichergestellt. 

Kopfweiden Ormalingen
Kopfweiden Ormalingen

Kopfweiden sind ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Nutzung natürlicher Ressourcen durch den Menschen. Diese besondere Form der Weide wird durch das regelmässige Schneiden ihrer Äste in eine charakteristische Form gebracht. In der Vergangenheit fanden die geschnittenen Äste häufig Verwendung in der Korbflechterei und anderen handwerklichen Tätigkeiten.

Heute pflegen wir die Kopfweiden, um diese traditionelle Kulturform zu bewahren. Aber vor allem bieten die knorrigen, oft kunstvoll geformten Kronen einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Je älter und grösser der Kopf, desto mehr Tierarten finden darin Unterschlupf. 

Lichter Wald Diepflingen
Lichter Wald Diepflingen

Lichte Wälder sind Waldflächen, die aufgrund natürlicher Gegebenheiten und / oder durch Eingriffe lange licht bleiben. Sie sind Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten, welche nicht nur Bäume, sondern auch viel Sonne mögen. Auf den mageren Böden können u.a. Orchideen wachsen, welche wiederum Nahrung für Insekten bieten. 
Damit die offenen Flächen nicht verbuschen oder mit Brombeeren zuwachsen, braucht es von Zeit zu Zeit einen Einsatz mit der Motorsense und der Motorsäge. Langsam wachsende Arten wie Weissdorn oder Heckenkirsche werden dabei geschont.  

Steinbruch Adliken
Steinbruch Adliken

Im ehemaligen Steinbruch Adliken findet sich eine Vielzahl an unterschiedlicher Kleinlebensräumen. So bietet die zerklüftete Felswand Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Der Schuttkegel wird von Reptilien bewohnt und Amphibien finden im Teich einen Laichplatz. All diese Tiere mögen es gerne sonnig und warm. 
Weil der Steinbruch nicht mehr in Betrieb ist, verbuschen die ungenutzten Flächen durch die natürliche Sukzession; die schnell wachsenden Pioniergehölze beschatten die Felsen und Steine.   
Damit das Mosaik an Lebensräumen erhalten bleibt, haben wir einen Grossteil der Sträucher und Kleinbäume vom Schuttkegel entfernt. Langsam wachsende oder ökologisch wertvolle Gehölze wurden geschont. 

Trockensteinmauer Gelterkinden
Trockensteinmauer Gelterkinden

An der Bahnhofsböschung in Gelterkinden wurde im Rahmen einer Arealaufwertung eine Trockensteinmauer erstellt. Hierzu wurden Natursteine aus dem Abbruch der Mühle in Eiken gesammelt und in einer altbewährten Technik ohne Bindemittel wie Zement oder Mörtel aufeinandergeschichtet. Die Steine wurden mit Setzer und Preller (Spitzeisen) so bearbeitet, dass sich diese ineinander verzahnen. Die Lücken der Mauer bietet für unzählige Tierarten wie z. B. Spinnen und Reptilien ein Versteck und Überwinterungsort. Auch für wärmeliebende Pflanzen ist so ein Lebensraum entstanden. Zurzeit werden die entstandenen Terrassen als Gemüsegarten genutzt.

Wildbienenhotel Sissach
Wildbienenhotel Sissach

In der Schweiz gibt es rund 600 verschiedene Wildbienenarten, von denen knapp 45 % gefährdet sind. Hauptursachen dafür sind ein mangelndes Angebot an Blüten zum Sammeln von Pollen und Nektar sowie fehlende Nistplätze. Der Anteil an gefährdeten Arten unter den bodennistenden Wildbienen ist besonders hoch.
Hauptmassnahme für den Wildbienenschutz ist der Erhalt von blüten- und strukturreichen Biodiversitätsflächen wie zum Beispiel Magerwiesen oder extensiv genutzte Weiden. 
Natürliche Nistmöglichkeiten sind grundsätzlich effizienter und nachhaltiger als das Aufstellen künstlicher Nisthilfen. Diese können das Nistangebot für jene Wildbienenarten verbessern, die oberirdisch in Totholz oder Hohlstängeln nisten. 
Ein wichtiger «Nebeneffekt» ist dabei, die Sensibilisierung der Gesellschaft hinsichtlich der Schutzbedürftigkeit unserer heimischen Wildbienenfauna. 

bottom of page